Organisation der Notfallseelsorge Darmstadt und Umgebung

1999 kann als Geburtsjahr der Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg gelten. In diesem Jahr hat sich ein Team aus Krankenhausseelsorgern zusammengefunden und mit der Planung einer Notfallseelsorge begonnen.

Die beiden Dekanate Darmstadt-Stadt und Darmstadt-Land beteiligten sich am Aufbau dieser Organisation für ehrenamtliche Mitarbeitende und die hauptamtlichen Seelsorger in der Region. Die damals festgelegten Parameter für die Ausbildung und die niedrigen Organisationsformen sind bis heute maßgebend.

Am 2. Februar 2000 gingen 35 ausgebildete Notfallseelsorger/innen in Rufbereitschaft.


Finanzierung und Einsatzgebiet

Die Trägerschaft für die Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg hat das evangelische Dekanat Darmstadt-Stadt. Das Einsatzgebiet umfasst die Stadt Darmstadt und den westlichen Teil des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Notfallseelsorge Darmstadt und Umgebung arbeitet mit zwei Notarztwachen und sieben Rettungswachen zusammen.

Finanziert wird die Notfallseelsorge von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), den beiden Dekanaten Darmstadt-Stadt und Darmstadt-Land, dem Bistum Mainz, aus Kirchensteuermitteln und Spenden.


Leitung und weitere Aufgaben

Pfarrer Heiko Ruff-Kapraun leitet die Notfallseelsorge Darmstadt und Umgebung mit einer halben Sonderpfarrstelle. Mit einem Stellenanteil von sechs Stunden wöchentlich ist die Gemeindereferentin des Bistums Mainz, Susanne Fitz, in die Arbeit eingebunden.

In der Notfallseelsorge und Einsatznachsorge arbeiten rund 55 Personen ehrenamtlich mit. Die Aufgaben werden in einem Leitungsteam abgestimmt und im Konsens mit den Mitarbeitenden gestaltet.

Im Jahr 2008 erweiterte die Notfallseelsorge ihr Aufgabengebiet um die Einsatznachsorge für die Mitarbeitenden bei Feuerwehr und Rettungsdienst. Seit 2015 kooperiert die Notfallseelsorge mit den Betreuungszügen des Deutschen Roten Kreuzes Darmstadt. Die Aufgaben "Betreuung von Betroffenen" werden in einem eigenen Aufgabenfeld in der Rettungskette geführt werden.